Bringt Etzen die Artenvielfalt zurück?

Bringt eine alte Form der Wiesennutzung die Artenvielfalt zurück?

Im Rahmen eines kantonalen Versuchs testen wir hier eine Bewirtschaftungsweise nach historischem Vorbild: das sogenannte Etzen. Gemeint ist eine zusätzliche frühe Wiesennutzung. Kann damit die Artenvielfalt in Wiesen gesteigert werden?

Seit Jahren wachsen viele Wiesen immer dichter und üppiger. Davon profitieren oft einseitig die Gräser. Blütenpflanzen hingegen werden seltener, und die Insektenbestände nehmen ab. Als Ursache könnte - neben dem Klimawandel und dem grossen Nährstoffeintrag aus der Luft - eine nicht optimal angepasste Nutzung der Wiesen eine Rolle spielen.

Auf dieser Versuchsfläche testen wir die Wirkung einer zusätzlichen Nutzung im Frühjahr, auch ‘Etzen' genannt. Etzweiden gehörten über Jahrhunderte ganz selbstverständlich zur Bewirtschaftung der Wiesen. Wir erwarten, dass dadurch die Wiese weniger dicht wächst. Profitieren sollen Blütenpflanzen, insbesondere seltene Arten wie Orchideen, sowie Schmetterlinge, Heuschrecken und Vögel.

Im Versuch findet auf gewissen Teilflächen eine Etzweide (Vorweide) statt, andere werden zur gleichen Zeit gemäht (Vormahd). Die Vor- und Nachteile der beiden Bewirtschaftungsweisen werden verglichen.

Durch den Versuch ermitteln wir, ob diese historische Bewirtschaftungsweise auch heute noch praxistauglich ist und die Artenvielfalt in den extensiv genutzten Wiesen zu steigern vermag.

Dieser Versuchsstandort ist einer von insgesamt elf im Kanton Zürich.

Für weitere Informationen, wenden Sie sich bitte an Jean-Marc Obrecht, Fachstelle Naturschutz, jean-marc.obrecht@bd.zh.ch

 

Kanton Zürich
Baudirektion
Amt für Landschaft und Natur
Naturschutzinfo
Jean-Marc Obrecht, Fachstelle Naturschutz
Stampfenbachstrasse 12, 8090 Zürich
Telefon 043 259 43 65

 

Bringt eine alte Form der Wiesennutzung die Artenvielfalt zurück? (PDF 490 KB)

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